Nährstoffempfehlungen gibt es schon seit rund 150 Jahren. Damals sollten sie dazu beitragen, Hunger und Mangelerkrankungen zu verhüten. Heute verfolgen sie auch darüber hinausgehende Ziele:
- Aufbau von Nährstoffreserven im Körper
- Verhindern einer Überversorgung
- Gesundheitserhaltung und -förderung
DACH-Referenzwerte: das Standardwerk für Nährstoffempfehlungen
Im deutschsprachigen Raum sind die DACH-Referenzwerte das Standardwerk für Nährstoffempfehlungen. Sie erschienen im Jahr 2000 erstmals gemeinsam durch die Gesellschaften für Ernährung in Deutschland (DGE ), Österreich (ÖGE ) und der Schweiz (SGE und SVE ). In Anlehnung an die internationalen Länderkennzeichen D (Deutschland), A (Österreich) und CH (Schweiz) wurden sie "DACH"-Referenzwerte genannt.
Die Referenzwerte geben an, welche Nährstoffmengen der Mensch aufnehmen sollte. Sie behandeln die Hauptnährstoffe (Proteine, Fette, Kohlenhydrate) sowie Vitamine, Mineralstoffe, Energie, Wasser und Alkohol.
Die Angaben erfolgen differenziert nach Alter und meist auch nach Geschlecht. Für Schwangere und Stillende ist ein Mehrbedarf berücksichtigt. Der Bedarf ist jedoch von Mensch zu Mensch und von Tag zu Tag unterschiedlich. Alle Empfehlungen beziehen sich deshalb auf einen durchschnittlichen Bedarf.
Wer die Empfehlungen nicht erreicht, hat noch keinen Mangel!
Echte Vitaminmangelkrankheiten werden in Deutschland bei ansonsten gesunden Menschen nicht mehr beobachtet. Zu schnell wird von "Vitaminmangel" gesprochen, stellt die DGE fest, wenn die Nährstoffempfehlungen, die von der DGE als Referenzwerte bezeichnet werden, nicht erreicht werden. Diese Referenzwerte gibt es für Nährstoffe, jedes Vitamin und einige Mineralstoffe.
Referenzwerte nicht gleich Bedarf
Die Referenzwerte dürfen nicht mit Zahlen für den täglichen Bedarf verwechselt werden, die man als Pflicht-Werte täglich zu erfüllen hat. Es ist nicht möglich, den Vitaminversorgungszustand einer Person zu ermitteln, indem man die berechnete und empfohlene Vitaminzufuhr (= Referenzwert) miteinander vergleicht. Hierzu sind Blutuntersuchungen notwenig.
Weitere Informationen:
Die Zufuhrempfehlungen der DGE auf einen Blick!
Alle Nährstoffe für gesunde Erwachsene (25 - 51 Jahre) in einer Tabelle. PDF öffnen
Empfehlungen für Menschen ab 50 sowie Alte und Hochbetagte auf den aid-Seiten 
Quelle: aid-infodienst
Referenzwerte in Form von Übersichtstabellen für alle Altersgruppen und alle Nährstoffe:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr 
Letzte Aktualisierung: 24.05.2012