Für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Rheuma der Überbegriff für Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten und fast immer mit Schmerz und häufig mit Bewegungseinschränkungen verbunden sind.
Rheuma kann jeden treffen. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung leidet an dauerhaften Erkrankungen des Bewegungssystems. An der Spitze stehen die Rückenleiden mit acht Millionen Betroffenen.
Wer ist betroffen?
Rheuma ist nicht, wie viele glauben, eine Krankheit von alten Leuten. Rheumatische Erkrankungen gibt es auch
bei Kindern; schwere rheumatische Erkrankungen mit lebensgefährlichen Organbeteiligungen können sogar
schon bei Kleinkindern festgestellt werden.
Im Erwachsenenalter sind es gerade die gefährlichen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die häufig schon bei jüngeren Erwachsenen beginnen und diesen jungen Menschen das Leben sehr schwer machen, wenn die Krankheit zu spät erkannt wird, zunächst unterschätzt wird und nicht von Anfang an entsprechend gut therapiert wird.
Was ist Rheuma?
Unter Rheuma verstehen wir alle
Krankheiten im Bereich des Bewegungsapparates (z. B. Gelenke, Gelenkkapseln, Knochen, Muskulatur oder Sehnen), die nicht verletzungsbedingt sind oder von einem Tumor hervorgerufen wurden.
Diagnose: Rheuma
"Rheuma" ist daher keine eindeutige Diagnose und auch keine einheitliche Krankheit. Rheuma ist ein
Oberbegriff für etwa 400 einzelne Erkrankungen, die zum Teil einen ähnlichen Verlauf haben, zum Teil aber auch völlig unterschiedlich auswirken können, in ihrer Ursache, ihren Symptomen, aber auch in ihrem Fortschreiten und in ihrer Behandlung.
Rheumatische Erkrankungen
Rheumatische Erkrankungen beschränken sich zudem nicht allein auf den Bewegungsapparat.
Rheuma ist eine Erkrankung von Bindegewebsstrukturen und da Bindegewebe praktisch überall im Körper vorhanden ist, können
auch fast alle
Organe im Körper bei einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung
betroffen sein.
Es gibt zum Beispiel: rheumatische Augenentzündungen, rheumatische Rippenfellentzündungen, rheumatische Herzbeutel-, Herzklappen- oder Herzmuskelentzündungen, rheumatische Entzündungen der Nieren, des Darms, der Gefäße, der Nerven und auch des Gehirns.
Therapie und Ernährung
Sind Organe an rheumatischen Erkrankungen beteiligt, so kann es lebensbedrohlich werden, wenn nicht sofort eine präzise Diagnose und Behandlung erfolgen. Andererseits sind in der Rheumatologie heute moderne
Medikamente und Behandlungsverfahren erprobt, mit denen sich die meisten dieser Organkomplikationen gut in den Griff bekommen lassen.
Die
Ernährungstherapie ist eine sinnvolle Ergänzung der medikamentösen Therapie und sollte gleichzeitig mit ihr begonnen werden. Nach ärztlicher Verordnung eingenommen, können auch Supplemente
mit langkettigen Omega-3 Fettsäuren bzw. Fischöl entzündliche Gelenkbeschwerden effektiv lindern. Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen können ihre Therapie durch eine Kost mit viel Gemüse und Obst sowie dem täglichen Verzehr von fettreduzierter Milch und fettreduzierten Milchprodukten aktiv unterstützen. Diese Ernährung wird idealerweise 2-mal wöchentlich durch Seefisch ergänzt. Auf fette Fleisch- und Wurstsorten sowie alkoholische Getränke sollte am besten ganz verzichtet werden.
Informationen zu folgenden Aspekten
service: gesundheit klärt auf, welche Ursachen hinter Rheuma stecken, welche Symptome auf die Krankheit hinweisen und welche unterschiedlichen Behandlungsmethoden helfen können. Wenn Sie folgende Aspekte interessieren, klicken Sie in die Sendung:
Rheuma
Die Texte mit allen Informationen finden Sie hier bei hr-online in der Sendung:
"Schmerz - Wenn Rheuma unser Leben lahm legt" 
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Alternative Rheumatherapie - Radonstollen |
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| Fibromyalgie - Schmerzen am ganzen Körper |
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Quelle: Hesischer Rundfunk / "service:gesundheit" / Beitrag vom 25.02.10
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