In diesem Jahr hat das Hessische Landeslabor 557 Proben von freiverkäuflichem Speiseeis auf Milchbasis untersucht. Davon mussten 64 Proben (12,6%) aufgrund überhöhter Keimbelastung beanstandet werden.
Zusätzlich zu den Eisproben wurde in den Eisdielen sowie in Gastronomiebetrieben, Cafes, Konditoreien und Bäckereien auch Sahne aus Sahneaufschlagautomaten auf Hygienemängel untersucht. Von 148 Proben mussten 105 Proben und damit rund 71 Prozent aufgrund überhöhter Keimbelastungen beanstandet werden.
Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher besteht nicht.Jedes achte Speiseeis wegen Hygienemängeln beanstandet
Damit der Eisgenuss im Sommer auch ein Genuss bleibt, werden Hessens Eisdielen regelmäßig kontrolliert. In diesem Jahr hat das Hessische Landeslabor
557 Proben von freiverkäuflichem Speiseeis auf Milchbasis untersucht, davon mussten
64 Proben (12,6%) aufgrund überhöhter Keimbelastung beanstandet werden.
Gegenüber dem Vorjahr (13,6%) konnte demnach ein
leichter Rückgang der Beanstandungsquote verzeichnet werden. Die am häufigsten entnommenen Speiseeissorten waren Nuss, Schokolade, Stracciatella, Vanille und Amarena-Kirsch.
Schlagsahne aus Automaten meist keimbelastetZusätzlich zu den Eisproben wurde in den Eisdielen sowie in Gastronomiebetrieben, Cafes, Konditoreien und Bäckereien auch
Sahne aus Sahneaufschlagautomaten auf Hygienemängel untersucht. Von
148 Proben mussten 105 Proben und damit rund
71 Prozent aufgrund überhöhter Keimbelastungen beanstandet werden.
Gründe für die KeimbelastungGrund für die Keimbelastung beim Speiseeis ist vor allem
der unsaubere Umgang mit dem Eisportionierer. Oft wird dieser nicht unter fließendem Wasser abgewaschen, sondern in stehendes Wasser getaucht, wo sich die Keime schnell vermehren, so der Direktor des Landeslabors, Prof. Dr. Hubertus Brunn in Gießen.
Bei der Schlagsahne sind die Ursachen häufig in der
unzureichenden Reinigung und Desinfektion der Geräte zu suchen. Auch die
fehlende oder ungenügende Wartung der Geräte oder eine
nicht ausreichenden Kühlung der flüssigen Sahne führt zu einer Keimvermehrung, sagte der Direktor.
Keine Gesundheitsgefahr Eine Gesundheitsgefahr für Verbraucher geht Brunn zufolge von den Hygienemängeln aber nicht aus. So wurden lediglich Keime wie etwa Enterobakterien, festgestellt, die auf Hygienemängel hinweisen.
Krankheitserregende Keime, wie Salmonellen oder Listerien, konnten nicht nachgewiesen werden.
Quelle: Hessisches Landeslabor /
Pressemitteilung vom 26.08.11
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Letzte Überprüfung: 03.05.2012