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Umweltkontaminanten in Lebensmitteln - neue Forschungsergebnisse

Proteinreiche Lebensmittel schwarzer Hintergrund

Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat den Abschlussbericht des Forschungsprojektes „Lebensmittelbedingte Exposition gegenüber Umweltkontaminanten“ (LExUKon) vorgelegt.

In dem Projekt haben Wissenschaftler berechnet, welche Mengen Cadmium, Blei, Quecksilber, Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB) Verbraucherinnen und Verbraucher üblicherweise mit der Nahrung aufnehmen.


Empfehlung des aid infodienstes für Verbraucher: Essen Sie vielseitig!


Zum Hintergrund der Studie über Umweltkontaminanten

Über Lebensmittel nehmen Menschen nicht nur wertvolle Stoffe wie Vitamine und Mineralstoffe auf, sondern auch unerwünschte Stoffe, die in bestimmten Mengen der Gesundheit schaden können, so zum Beispiel sogenannte Umweltkontaminanten. Dazu zählen Schwermetalle und Dioxine, die über Verunreinigungen der Luft, des Wassers und des Bodens in Lebensmittel gelangen können.

Um die Risiken solcher Stoffe abschätzen zu können, stellt sich die Frage, in welchen Mengen sie in Lebensmitteln vorkommen und in welchen Mengen Verbraucherinnen und Verbraucher diese Lebensmittel essen. Das stand im Mittelpunkt des Projektes LExUKon. Hier wurden standardisierte Methoden zur Auswertung von Verzehrsmengen und zu Gehaltsdaten von Lebensmitteln mit Umweltkontaminanten entwickelt und angewendet.

Wer untersuchte was?

In dem Forschungsprojekt haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen des Forschungs- und Beratungsinstituts für Gefahrstoffe (FoBiG) und der Universität Bremen berechnet, welche Mengen Cadmium, Blei, Quecksilber, Dioxine und polychlorierte Biphenyle (PCB) Verbraucherinnen und Verbraucher üblicherweise mit der Nahrung aufnehmen.

Ergebnisse

Hauptquelle für die Cadmiumaufnahme sind demnach Gemüse und Getreide. Blei nehmen Verbraucherinnen und Verbraucher in erster Linie über Getränke und Getreide auf. Methylquecksilber ist hauptsächlich in Fisch enthalten, während für Dioxine und PCB vor allem Milchprodukte und Fleisch ausschlaggebend sind.


Empfehlung des aid infodienstes für Verbraucher

Der aid infodienst empfiehlt hinsichtlich der Anfang 2011 aktuellen Dioxin-Problematik und aufgrund der Ergebnisse des Forschungsprojekts „Lebensmittelbedingte Exposition gegenüber Umweltkontaminanten“:

Essen Sie vielseitig!

Lesen Sie mehr im Beitrag des aid infodienstes:
Dioxine: Essen Sie vielseitig!: Neue Forschungsergebnisse zur Aufnahme von Umweltkontaminanten 
aid infodienst / Ausgabe Nr. 2/11 12.01.2011



Datensammlung

Grundlage der Berechnungen waren Daten aus der Nationalen Verzehrsstudie II (NVS II) des Max Rubner-Instituts (MRI) und des Lebensmittel-Monitorings des Bundesamtes für Verbraucherschutz (BVL). Dabei wurde die Aufnahme von Umweltkontaminanten über Lebensmittel für die Gesamtbevölkerung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Verzehrsgewohnheiten sowie individueller Lebensstile ermittelt. So stellte sich zum Beispiel heraus, dass Verbraucherinnen und Verbraucher mit zunehmendem Alter mehr Fisch essen und damit unter anderem auch mehr Methylquecksilber aufnehmen als jüngere Personen.


Der Abschlussbericht

Der Abschlussbericht des Forschungsprojektes ist als BfR-Broschüre erschienen.
Er enthält Angaben dazu, in welchem Umfang Verbraucherinnen und Verbraucher die Umweltkontaminanten Cadmium, Blei, Quecksilber, Dioxine und PCB über Lebensmittel aufnehmen.

Die Broschüre steht auf der Internetseite des BfR www.bfr.bund.de kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung (siehe Link unten).
Das Heft kann auch per Fax unter 030-18412-4970 und per E-Mail publikationen@bfr.bund.de bestellt werden.

Ergebnisse des Forschungsprojektes LExUKon:
Aufnahme von Umweltkontaminanten über Lebensmittel 
Informationsbroschüre des BfR vom 07.01.2011 (4 MB)


Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.


Quellen:   Bundesinstitut für Risikobewertung / Auszug aus der Pressemitteilung vom 07.01.11 
                  aid infodienst / Ausgabe Nr. 2/11 12.01.2011 




Weitere Informationen:

Aktuell hier im VerbraucherFenster Hessen finden Sie:
Informationen zur Herkunft von Eiern und zum aktuellen Dioxingeschehen 


Letzte Aktualisierung: 10.05.2012